Markteintritt Indien, die häufigsten Fragen

Diese Seiten beantworten die Fragen, mit denen Unternehmen am häufigsten nach dem Markteintritt in Indien suchen, von den Steuern der Tochtergesellschaft bis zur Strategie in Stufen. Jede Antwort stammt aus dem Handbuch Markteintritt Indien mit 17 Kapiteln, das frei online steht.

Fünf Fragen, fünf Antworten

Welche Steuern zahlt eine Tochtergesellschaft in Indien?

Eine indische Tochtergesellschaft zahlt im Konzessionsregime 22 Prozent Körperschaftsteuer, effektiv rund 25,17 Prozent. Dazu kommen die GST mit den Kernsätzen 5 und 18 Prozent und Quellensteuern, die das Doppelbesteuerungsabkommen Deutschland Indien auf 10 Prozent deckelt. Eine Zweigniederlassung kostet effektiv rund 37 bis 38 Prozent und ist steuerlich der teure Weg.

Wie lange dauert die Gründung einer Tochtergesellschaft in Indien?

Eine Private Limited entsteht über das Portal SPICe+ in zwölf festen Schritten. Der Registrar entscheidet innerhalb von 30 Tagen, laut PIB sind es real rund vier Tage, praxisüblich 7 bis 10 Werktage bei vollständigen, apostillierten Unterlagen. Der volle operative Aufbau dauert 3 bis 6 Monate. Bis INR 15 Lakh genehmigtem Kapital fällt keine Registrierungsgebühr an.

Joint Venture oder Tochtergesellschaft in Indien?

Für eine dauerhafte Präsenz mit voller Kontrolle und Schutz des geistigen Eigentums eignet sich meist die 100 Prozent Tochter als Private Limited. Ein Joint Venture teilt Kapital und Risiko und öffnet lokale Netzwerke, bringt aber die meisten Konflikte in der Führung und Exit Regeln, die an den Fair Value nach FEMA gebunden sind. Einen universell besten Weg gibt es nicht.

Welche Fehler machen deutsche Unternehmen beim Markteintritt in Indien?

Häufig unterschätzt werden Working Capital und Zahlungsziele, die Dichte der Compliance, ein fehlendes Mandat vor Ort, zu späte Lokalisierung und starre Exit Klauseln im Joint Venture. Erfolgreiche Unternehmen setzen einen India Leader mit dokumentiertem Mandat ein, sichern Working Capital, lokalisieren Produkt und Preis und halten die Reihenfolge der Genehmigungen strikt ein.

Wie sieht eine Markteintrittsstrategie für Indien aus?

Die meisten Mittelständler gehen in Stufen vor. Sie testen mit Exporten über einen Distributor, bauen danach ein Liaison Office oder einen exklusiven Distributor auf und stellen nach 18 bis 36 Monaten auf eine eigene Tochter um. Gewechselt wird nicht nach Kalender, sondern bei klaren Auslösern wie Umsatz, Zahl der Kunden oder Tiefe des Service.

Quelle Kapitel 3, Rechtsform, Kapitel 4, Gründung, Kapitel 6, Steuern, Kapitel 16, Typische Fehler, Kapitel 17, Umsetzungsfahrplan im Handbuch Markteintritt Indien. Orientierung nach dem Handbuch Markteintritt Indien, Rechts und Verwaltungsstand Juli 2026. Kein Ersatz für Rechts oder Steuerberatung. Jede Entscheidung prüft ein in Indien zugelassener Chartered Accountant oder Company Secretary im Einzelfall. Stand der Seite 25.10.2026.

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