Informations- und Datenkompetenz
Verstehen, welche Daten KI-Systeme nutzen, wie Datenqualität Ausgaben beeinflusst, und welche Daten man eingeben darf.
KI-Weiterbildung · Wissensbasis
Praxisnahe KI-Schulung für den Mittelstand: Auf dieser Seite lernen Sie und Ihre Mitarbeitenden alles Wesentliche zu künstlicher Intelligenz, von den Grundlagen über Prompt Engineering bis zur KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU AI Act. Frei zugänglich, auf Basis unserer Wissensbasis mit 120 Unterrichtseinheiten.
Wissensbasis · PDFDie komplette Wissensbasis als PDF2.400+ Seiten · 10 Module · Edition Juni 2026 · kostenfrei per E-MailDas Wichtigste in Kürze
KI-Weiterbildung (auch: KI-Schulung oder AI Literacy) vermittelt Mitarbeitenden die Kenntnisse, um KI-Systeme kompetent, sicher und rechtskonform einzusetzen. Seit dem 2. Februar 2025 verpflichtet Art. 4 der EU-KI-Verordnung (EU AI Act) alle Unternehmen, die KI einsetzen, Maßnahmen für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals zu ergreifen, nachweisbar und rollenbezogen.
Stand: Juli 2026 · Edition Juni 2026 der KI-Wissensbasis
EU AI Act / KI-Verordnung
Der EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) ist unmittelbar geltendes EU-Recht, keine Empfehlung. Er gilt für jedes Unternehmen, das KI-Systeme beruflich einsetzt: als Betreiber (Deployer) sind Sie Adressat, auch wenn Sie das KI-System nur nutzen und nicht entwickeln. Wer die Systematik aus Stichtagen und Risikoklassen versteht, kann Pflichten sicher einordnen.
Die Verordnung (EU) 2024/1689 tritt in Kraft. Die Pflichten greifen gestaffelt.
Verbotene KI-Praktiken (Art. 5) und die KI-Kompetenzpflicht (Art. 4) gelten, für alle Anbieter und Betreiber.
Pflichten für General-Purpose-AI-Modelle (u. a. große Sprachmodelle) und die Governance-Struktur mit dem AI Office greifen.
Die Hauptanwendung: Pflichten für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III und Transparenzpflichten nach Art. 50 gelten.
Übergangsfrist endet für Hochrisiko-KI in regulierten Produkten nach Anhang I (z. B. Maschinen, Medizinprodukte).
Wichtig für die Praxis: Die Kompetenzpflicht nach Art. 4 gilt bereits, unabhängig davon, ob Ihr Unternehmen Hochrisiko-Systeme einsetzt.
Der EU AI Act reguliert nicht „KI an sich“, sondern konkrete Anwendungen nach ihrem Risiko. Tippen Sie auf eine Stufe der Pyramide, um Beispiele und Pflichten zu sehen.
Unannehmbares Risiko · Art. 5
Praktiken, die mit Grundrechten unvereinbar sind, sind in der EU verboten, ohne Ausnahme für Unternehmen.
Einsatz untersagt. Verstöße: bis 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes (Art. 99).
Hohes Risiko · Anhang I + III
Erlaubt, aber streng reguliert: Systeme mit erheblichem Einfluss auf Lebenschancen von Menschen. Für die meisten Unternehmen am relevantesten: Anhang III Nr. 4, KI im Personalwesen.
Konformitätsbewertung, Risikomanagement, menschliche Aufsicht, Protokollierung, spezifische Schulung (Art. 26 Abs. 5).
Begrenztes Risiko · Art. 50
Transparenzpflichten: Menschen müssen erkennen können, dass sie mit KI interagieren oder KI-generierte Inhalte sehen.
Kennzeichnungs- und Informationspflichten, technisch und organisatorisch umsetzbar.
Minimales Risiko · Keine besonderen Pflichten
Die große Mehrheit der Büro-KI: Textassistenten, Zusammenfassungen, Übersetzung, Rechtschreibkorrektur. Hier gilt „nur“ die allgemeine Kompetenzpflicht nach Art. 4.
Keine besonderen Auflagen, aber Art. 4 (KI-Kompetenz) gilt für alle Nutzenden.
Faustregel aus der Wissensbasis: Die meisten Büro-Tools fallen in „Minimal“ oder „Begrenzt“. Sobald KI über Menschen entscheidet, Bewerbung, Kredit, Leistung, wird es Hochrisiko.
Bußgeldrahmen: bis zu 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes bei verbotenen Praktiken; gestaffelt niedriger für andere Verstöße (Art. 99).
Vertiefung
Risiko-Check für Ihre Anwendungen, die neun Deployer-Pflichten nach Art. 26, Ampel-Freigabemodell und Kompetenzmatrix: die Compliance-Vertiefung zur Schulungspflicht.
Zur VertiefungsseiteKI-Kompetenz · Art. 4 EU AI Act
Art. 4 EU AI Act verpflichtet Anbieter und Betreiber, nach besten Kräften sicherzustellen, dass ihr Personal über ausreichende KI-Kompetenz (AI Literacy) verfügt, orientiert an Aufgabenbereich, Risikoniveau der Systeme und technischem Kenntnisstand. Der Gesetzgeber schreibt kein starres Curriculum vor, sondern einen rollenbezogenen, nachweisbaren Kompetenzaufbau.
Merksatz aus der Wissensbasis: Art. 4 gilt seit dem 2. Februar 2025. Wer keine dokumentierten Schulungsmaßnahmen vorweisen kann, riskiert bei Prüfungen als non-compliant eingestuft zu werden, auch wenn die eingesetzten KI-Systeme selbst alle Anforderungen erfüllen.
Alle Mitarbeitenden, die KI-Tools nutzen
Das Pflichtfundament für jede Belegschaft, unabhängig vom Risikoniveau der eingesetzten Systeme.
Regelmäßige KI-Nutzer:innen, sensible Kontexte
Für alle, die KI produktiv in ihre Arbeit integrieren, mit vertieftem Methoden- und Rechtswissen.
KI-Verantwortliche, Hochrisiko-Aufsicht, Projektleitung
Für alle, die KI-Systeme verantworten, Hochrisiko-Anwendungen beaufsichtigen oder Governance gestalten.
Die EU-Kommission nutzt das DigComp-Framework (zuletzt DigComp 2.2, 2022) als Referenz für digitale Kompetenz. Auf KI übertragen ergeben sich fünf Dimensionen, die eine vollständige KI-Weiterbildung abdecken sollte:
Verstehen, welche Daten KI-Systeme nutzen, wie Datenqualität Ausgaben beeinflusst, und welche Daten man eingeben darf.
KI-Assistenten sinnvoll in Kommunikationsprozesse integrieren und Ergebnisse richtig einordnen.
Prompts formulieren, KI-generierte Inhalte überarbeiten und Urheberrechtsfragen verstehen.
Keine vertraulichen Daten in externe Tools geben, KI-gestütztes Phishing erkennen, Datenschutz anwenden.
Passende KI-Werkzeuge auswählen, Outputs kritisch bewerten, Halluzinationen erkennen und Fehler eskalieren.
Für interne Governance wie für Aufsichtsbehörden gilt: Was nicht dokumentiert ist, hat nicht stattgefunden. Diese vier Nachweise sollte Ihre Organisation führen:
Lernpfade
Ob Selbststudium, Multiplikatoren-Ausbildung oder AI-Champion-Programm: Die Wissensbasis ist so aufgebaut, dass jede Rolle ihren passenden Pfad findet, mit denselben Inhalten in unterschiedlicher Tiefe.
60 Stunden
Mitarbeitende, die KI-Grundkompetenz aufbauen
Der direkte Weg zur Foundation-Kompetenz nach Art. 4: Lerntexte, Übungen und Reflexionsfragen im eigenen Tempo.
120 Stunden
L&D, HR und interne KI-Coaches
Der Pfad für alle, die Wissen weitergeben: vollständige Module plus Didaktik-Hinweise und Übungsanleitungen.
150 Stunden
KI-Verantwortliche und Projektleitungen
Das komplette Programm inklusive Trainer-Anhängen, Musterlösungen, ROI-Leitfaden und Readiness-Assessment.
Curriculum
Das ist der vollständige Aufbau der KI-Wissensbasis. Öffnen Sie jedes Modul, lesen Sie Lernziele und Kernaussagen, und haken Sie ab, was Sie durchgearbeitet haben. Ihr Fortschritt wird lokal in Ihrem Browser gespeichert.
Lernziel: Sie erklären, was künstliche Intelligenz ist, grenzen KI, Machine Learning, Deep Learning und generative KI voneinander ab und verstehen auf nicht-technischem Niveau, wie große Sprachmodelle funktionieren.
Das konzeptionelle Fundament: Was ist KI überhaupt, und warum ist das Thema gerade jetzt handlungsrelevant? Die Antwort entsteht auf drei Ebenen: technisch (wie funktionieren KI-Systeme?), wirtschaftlich (warum verbreiten sie sich so schnell?) und arbeitsweltlich (was bedeutet das für Wissensarbeit?). Ohne technische Vorkenntnisse zugänglich.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie ordnen die vier Risikoklassen des EU AI Act ein, erklären die Pflichten aus Art. 4 und Art. 26, wenden DSGVO-Grundsätze auf KI-Nutzung an und entwickeln Grundzüge einer internen KI-Richtlinie.
Das rechtliche Rückgrat des Curriculums, anwendungsorientiert statt juristisch: rechtliche Anforderungen so weit verstehen, dass informierte Entscheidungen möglich sind und Risiken erkannt werden. Von DSGVO-Grundlagen über die KI-Verordnung bis zu Urheberrecht, Betriebsvereinbarung und einer vollständigen Fallstudie.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie strukturieren Prompts nach dem Fünf-Schichten-Modell (Rolle, Kontext, Aufgabe, Format, Einschränkungen), wenden Zero-Shot, Few-Shot und Chain-of-Thought an und bauen eine eigene Prompt-Bibliothek auf.
Die praktische Kernkompetenz für alle Anwendungsmodule: KI-Systemen präzise, strukturierte Anweisungen geben. Prompt Engineering ist keine Geheimwissenschaft, sondern eine erlernbare Methode des präzisen Kommunizierens, wer klar denkt und klar schreibt, lernt es schnell.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie integrieren KI-Assistenz in reale Arbeitsabläufe (E-Mail, Meetings, Textproduktion, Recherche, Wissensmanagement, Präsentationen) und behalten die Qualitätskontrolle beim Menschen.
Vom Können zum Alltag: Wie baut man KI-Unterstützung in tägliche Abläufe ein, ohne die Arbeit zu fragmentieren? Jede Einheit hat eine erweiterte Praxis-Variante mit Strategien für Teams und Organisationen, inklusive 90-minütigem Hands-on-Lab „Ein Arbeitstag mit KI-Assistenz“.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie nutzen KI für Formeln, Datenbereinigung, Pivot-Analysen und Reportings, kennen die Grenzen statistischer Zuverlässigkeit von LLM-Analysen und wahren dabei Datenschutzanforderungen.
Prompting-Kompetenz trifft auf den praxisrelevantesten Anwendungsbereich: strukturierte Daten und Office-Werkzeuge. Von natürlichsprachlich erzeugten Excel-Formeln über Code Interpreter bis zum Controlling-Forecast, inklusive der Frage, wann LLM-Analysen ungeeignet sind.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie formulieren Bild-Prompts nach strukturierten Methoden, kennen Einsatzfelder von Transkription bis Video-Generierung und erkennen rechtliche wie ethische Risiken synthetischer Medien.
Vom Text zu allen Modalitäten, mit ausgewogenem, sachkundigem Blick statt Hype oder Ablehnung: Was können Bild-, Audio- und Video-KI tatsächlich, wo liegen Grenzen, und welche Leitplanken brauchen Marketing und interne Kommunikation? Inklusive Deepfake-Erkennung und Markenrecht.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie unterscheiden KI-Agenten von Chatbots, verstehen Tool-Use, RAG und Orchestrierung konzeptionell, wählen geeignete Prozesse aus und gestalten Human-in-the-Loop-Muster inklusive ROI-Rechnung.
Die qualitative Schwelle des Curriculums: vom passiven Assistenten zum teilautonomen System, das plant, Werkzeuge nutzt und Aufgaben ausführt. Das verändert die Risikodimension grundlegend, und damit die Kompetenzanforderungen an Nutzende und Führungskräfte.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie identifizieren KI-Potenziale entlang der Wertschöpfungskette, priorisieren Use Cases mit ICE/RICE, treffen Build-vs.-Buy-Entscheidungen und erstellen eine 12-Monats-Roadmap samt Business Case.
Perspektivwechsel: von der individuellen Anwendungskompetenz zur organisationalen Strategiefähigkeit. Für Führungskräfte, Multiplikator:innen und alle, die an KI-Einführungen beteiligt sind, mit Potenzialmatrix, Use-Case-Canvas, Pilot-Design und Governance-Modell.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie benennen Angriffsvektoren wie Prompt Injection und Data Leakage, steuern Shadow AI, bewerten Anbieter, verstehen Souveränitätsfragen (On-Premise vs. Cloud vs. EU-Hosting) und erfüllen Dokumentationspflichten.
Die kritisch-reflexive Rückkehr nach dem Kompetenzaufbau: systematischer Umgang mit den Risiken des produktiven KI-Einsatzes, von technischen Angriffen über organisatorische Blindstellen bis zu Incident Response und der Rolle der/des KI-Beauftragten.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Lernziel: Sie überführen das Gelernte in ein eigenes Projekt: Use Case definieren, Prototyp bauen, auswerten, präsentieren, und werden als Multiplikator:in im eigenen Team wirksam.
Abschluss mit doppelter Funktion, Transfer und Synthese: Wie kommen die Inhalte tatsächlich in die Praxis, und wie hängen die zehn Module zusammen? Mit Projektcoaching, Prüfungssimulation, Kolloquium und Transferplan bis zur Zertifikatsübergabe.
Kernaussagen
Unterrichtseinheiten
Wissensbasis · Volltexte
Alle 120 Unterrichtseinheiten als vollständige Lerntexte, mit Übungen, Branchen-Beispielen, Glossar und Anhängen. Ohne Anmeldung, direkt auf dieser Website.
Zum GesamtverzeichnisLernprobe · Modul 3
Eine Kostprobe aus der Wissensbasis, vollständig auf dieser Seite: Wie Sie KI-Systemen präzise Anweisungen geben. Die Qualität Ihrer Eingabe bestimmt die Qualität der Ausgabe, und gute Prompts folgen erlernbaren Mustern.
Starke Prompts sind kein Zufall, sie sind Struktur. Tippen Sie auf eine Schicht, um zu sehen, welchen Teil des Beispiel-Prompts sie steuert:
Du bist erfahrene:r Vertriebsleiter:in in einem mittelständischen Maschinenbauunternehmen. Ein Bestandskunde hat nach einer Preiserhöhung von 8 % Unzufriedenheit signalisiert und vergleicht Angebote. Formuliere eine E-Mail, die die Preiserhöhung sachlich begründet und ein Gespräch anbietet. Max. 150 Wörter, professionell-persönlicher Ton, mit Betreffzeile, per Sie. Keine Rabattzusagen, keine Floskeln wie „in der heutigen schnelllebigen Zeit“, keine erfundenen Zahlen.
Muster geben Struktur, wenn es schnell gehen muss. Wählen Sie ein Pattern, kopieren Sie die Vorlage und ersetzen Sie die Platzhalter:
Role · Task · Format
Das schnellste Muster für Alltagsaufgaben: Rolle, Aufgabe, Format, fertig.
Du bist [Rolle]. Erstelle [Aufgabe/Ergebnis]. Format: [Länge, Struktur, Tonalität].Task · Action · Goal
Zielorientiert: erst die Aufgabe, dann die Handlung, dann das messbare Ziel.
Aufgabe: [Was liegt vor?] Aktion: [Was soll die KI tun?] Ziel: [Woran wird das Ergebnis gemessen?]Capacity · Insight · Statement · Personality · Experiment
Das ausführliche Muster für komplexe Aufgaben mit Stil- und Variantenvorgaben.
Rolle/Fähigkeit: [Wer ist die KI?] Kontext: [Hintergrundwissen] Auftrag: [Kernaufgabe] Stil: [Tonalität, Haltung] Experiment: [Erzeuge 2–3 Varianten zur Auswahl]Role · Instructions · Steps · End goal · Narrowing
Für mehrstufige Aufgaben: explizite Schritte plus Eingrenzung gegen Abschweifen.
Rolle: [Wer?] Anweisung: [Was?] Schritte: [1., 2., 3. …] Zielzustand: [Wie sieht „fertig“ aus?] Eingrenzung: [Was ist ausgeschlossen?]Aus UE 43 der Wissensbasis, bevor Sie einen KI-Output übernehmen, prüfen Sie ihn entlang dieser fünf Fragen:
Sind Faktenbehauptungen verifizierbar und korrekt? Besonders bei spezifischen Zahlen ohne Quelle: nachprüfen.
Deckt die Antwort alle Aspekte der Aufgabe ab, oder fehlt ein Teil der Anforderung?
Passt der Inhalt zu Kontext und Zielgruppe, oder ist er generisch geblieben?
Widerspricht sich die Antwort intern oder mit bekannten Fakten aus Ihrem Kontext?
Können Sie das Ergebnis direkt einsetzen, oder beginnt jetzt die eigentliche Arbeit?
Wissens-Check
Acht Fragen aus den Lernstandskontrollen der Wissensbasis, von Grundlagen bis EU AI Act. Direkt hier, ohne Anmeldung.
1 / 8
Seit wann gilt die KI-Kompetenzpflicht nach Art. 4 EU AI Act?
KI-Glossar
Auszug aus dem Glossar der Wissensbasis: die wichtigsten Begriffe für KI im Unternehmen, alphabetisch und durchsuchbar.
FAQ
Die Fragen, die uns in Trainings und Beratungen am häufigsten gestellt werden, kompakt beantwortet.
Ja. Art. 4 der EU-KI-Verordnung (EU AI Act) verpflichtet seit dem 2. Februar 2025 alle Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, Maßnahmen für ausreichende KI-Kompetenz ihres Personals zu ergreifen. Die Ausgestaltung ist flexibel, aber der Kompetenzstand muss nachweisbar sein und sich an Rolle und Risikoniveau orientieren.
Drei Dinge: Erstens, alle Mitarbeitenden, die mit KI arbeiten, brauchen ein ihrer Rolle angemessenes Kompetenzniveau (Foundation, Intermediate oder Advanced). Zweitens, die Maßnahmen müssen sich am Risikoniveau der eingesetzten Systeme orientieren. Drittens, alles muss dokumentiert sein: Wer wurde wann, wie lange und zu welchen Inhalten geschult, ohne Nachweis gilt eine Schulung als nicht erfolgt.
Als kontinuierliches Blended-Learning-Programm statt Einmal-Seminar: (1) Online-Grundlagen im Selbststudium (3–5 Stunden), (2) Präsenz- oder Live-Training mit Übungen an echten Use Cases, (3) begleitete Praxis im Arbeitsalltag mit internen Champions, (4) regelmäßige Auffrischung 1–2× jährlich. Transferkompetenz entsteht nur durch reale Anwendung.
Unsere Wissensbasis strukturiert das Feld in zehn Module: KI-Grundlagen, Recht (EU AI Act, DSGVO), Prompt Engineering (Grundlagen und Vertiefung), Daten & Office-Integration, Multimodalität (Bild/Audio/Video), KI-Agenten & Automatisierung, KI-Strategie, Sicherheit & Risikomanagement sowie Transfer & Roll-out. Zusammen 120 Unterrichtseinheiten, das komplette Curriculum finden Sie auf dieser Seite.
Abhängig vom Ziel: Grundkompetenz für alle Mitarbeitenden (Foundation) ist im Selbststudium mit rund 60 Stunden erreichbar. Multiplikator:innen, die Wissen weitergeben, planen etwa 120 Stunden. AI Champions mit Advanced-Niveau, inklusive Projektarbeit und Zertifikatsstruktur, rund 150 Stunden. Wichtiger als die Stundenzahl ist die Verankerung im Arbeitsalltag.
Nein, Art. 4 verlangt ausdrücklich rollenbezogene Angemessenheit. Bewährt haben sich drei Niveaustufen: Foundation für alle, die KI-Tools nutzen; Intermediate für regelmäßige Anwender:innen in sensiblen Kontexten; Advanced für KI-Verantwortliche und alle, die Hochrisiko-Systeme beaufsichtigen. Wer nicht differenziert, riskiert Überforderung oder Unterforderung.
Mit vier Dokumenten: Schulungsnachweis pro Person (Name, Datum, Inhalt, Niveau, Dauer, Anbieter), Kompetenzmatrix der Organisation, risikobasierte Zuordnung von Systemen zu Kompetenzniveaus und ein definierter Überprüfungsrhythmus. Eine strukturierte Schulungsmaßnahme wie die 120-UE-Wissensbasis liefert diese Nachweise mit.
Das hängt vom System und den Lizenzkonditionen ab. Bei Enterprise-Produkten (z. B. M365 Copilot, ChatGPT Enterprise) sind Eingaben vertraglich vom Training ausgeschlossen; bei kostenlosen Consumer-Versionen häufig nicht. Grundregel für Unternehmen: nur freigegebene Tools nutzen, keine personenbezogenen Daten oder Geschäftsgeheimnisse in nicht geprüfte Systeme eingeben.
Halluzinationen einplanen statt sie zu verleugnen: KI-Outputs grundsätzlich prüfen (Korrektheit, Vollständigkeit, Relevanz, Konsistenz, Brauchbarkeit), bei Faktenaussagen Quellen verlangen oder nachrecherchieren, und kritische Inhalte nie ungeprüft veröffentlichen. Wer die Ursachen versteht, probabilistische Textgenerierung, erkennt Warnsignale wie präzise Zahlen ohne Quelle deutlich schneller.
Der kostenlose Einstieg: diese Lernseite durcharbeiten und die vollständige Wissensbasis als PDF anfordern. Für strukturierten Kompetenzaufbau im Team bieten wir personalisierte Trainings für alle Reifegrade, vom Foundation-Programm bis zur AI-Champion-Ausbildung. Der erste Schritt ist ein kostenloses Erstgespräch, in dem wir Bedarf und Reifegrad Ihrer Organisation einordnen.
Wer dahinter steht
Die Wissensbasis ist die Verdichtung von über 25 Jahren Erfahrung in Organisationsentwicklung und der aktuellen Welle der angewandten KI, das, was wir täglich in Beratungs- und Trainingsmandaten sehen, einsetzen und weitergeben.
Fachliche Tiefe braucht Methode. Die Wissensbasis folgt einem dokumentierten Entstehungs- und Qualitätsprozess:
Nächster Schritt
Diese Seite legt das Fundament, echte KI-Kompetenz entsteht im Training an Ihren eigenen Use Cases. Personalisierte KI-Schulungen für alle Reifegrade, EU-AI-Act-konform dokumentiert.
Die Plattform
Produktive KI, die sicher in Ihrer Organisation läuft: mit eigenen Daten, Rechten und Freigaben. Aus echter Projektpraxis zum lizenzierbaren Produkt verdichtet.
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