Thema & Scope
Jede:r Teilnehmende wählt einen echten Use Case aus dem eigenen Arbeitsbereich. Kein Lehrbuchbeispiel, sondern der eigene Prozess (UE 109).
KI-Akademie · Modul 10
Das Abschlussmodul beantwortet die Frage, an der die meisten KI-Initiativen scheitern: Wie kommt das Gelernte wirklich in die Fläche? Diese Seite zeigt das Fünf-Phasen-Modell für den Roll-out, die Multiplikatoren-Mechanik und den Transferplan, der aus Schulungen bleibende Veränderung macht.
Das Wichtigste in Kürze
Erfolgreiche Roll-outs folgen einem Muster: ein bewiesener Pilot, geplanter Kompetenzaufbau, Integration in echte Prozesse, ehrliche Messung und erst dann Skalierung. Getragen wird das von Multiplikatoren in den Teams und von Transferplänen, die jede Schulung mit konkreten nächsten Schritten im Alltag verankern. Kompetenz zeigt sich im Projekt, nicht im Quiz.
Stand: Juli 2026 · basiert auf Modul 10 (UE 109–120) der KI-Wissensbasis
Das Modell
Das Rollout-Modell aus Modul 10 zwingt zur richtigen Reihenfolge: erst beweisen, dann verbreitern. Jede Phase hat ein klares Ergebnis, ohne das die nächste nicht startet:
Ein Prozess, ein Team, eine Hypothese mit Kennzahl. Ergebnis: ein Pilot-Steckbrief, den alle Beteiligten unterschreiben würden.
Wer braucht welches Niveau, bevor der Pilot startet? Ergebnis: Schulungsplan je Rolle, dokumentiert als Art.-4-Nachweis.
KI wird Teil des echten Ablaufs statt Parallelwelt: Vorlagen, Freigaben und Verantwortliche sind definiert. Ergebnis: der neue Prozess läuft im Alltag.
Vorher-Nachher ehrlich erheben: Zeit, Qualität, Zufriedenheit. Ergebnis: eine Entscheidung mit Zahlen, nicht mit Meinungen.
Erst jetzt in die Fläche: weitere Teams, angepasste Schulungen, Multiplikatoren übernehmen. Ergebnis: Roll-out-Plan mit Zeitleiste je Bereich.
Merksatz aus Modul 10: Skalieren Sie Beweise, keine Hoffnungen. Ein Pilot ohne Messung produziert Anekdoten, und Anekdoten überleben das erste Budget-Gespräch nicht.

Kompetenz-Beweis
Die Wissensbasis endet nicht mit einem Multiple-Choice-Test, sondern mit echter Projektarbeit (UE 109 bis UE 119). Dieses Muster lohnt sich für jedes interne Programm:
Jede:r Teilnehmende wählt einen echten Use Case aus dem eigenen Arbeitsbereich. Kein Lehrbuchbeispiel, sondern der eigene Prozess (UE 109).
Drei Coaching-Runden begleiten von der Definition über den Prototyp bis zur Auswertung. Lernen am eigenen Fall (UE 110–112).
Der Use Case wird real gebaut: Prompts, Vorlagen, No-Code-Flows. Was im Kopf funktioniert, muss am Rechner bestehen (UE 111).
Ergebnisse werden vor der Gruppe verteidigt: Was hat funktioniert, was nicht, was kommt als Nächstes? (UE 113/119)
Teilnehmende prüfen die Projekte der anderen. Der schnellste Weg, den eigenen Blick zu schärfen (UE 117).
Schriftliche Prüfung plus Projekt ergeben den dokumentierten Abschluss, zugleich Ihr Art.-4-Nachweis (UE 115–120).
Drei Fragen aus der Lernstandskontrolle von Modul 10.
1 / 3
Ihr Pilot lief drei Monate und „fühlt sich gut an“, gemessen wurde nichts. Was ist die richtige Konsequenz?
Skalierung
Externe Trainer starten den Motor, Multiplikatoren halten ihn am Laufen. UE 114 und UE 120 liefern die Mechanik:
Das Format aus UE 120, von jeder Schulungsteilnehmerin am Ende ausgefüllt:
| Feld | Inhalt | Beispiel |
|---|---|---|
| Nächster Schritt | Konkrete Anwendung im eigenen Job | Meeting-Protokolle ab sofort mit KI-Vorlage erstellen |
| Termin | Bis wann ist der Schritt umgesetzt? | Bis Ende nächster Woche, erstes echtes Meeting |
| Erfolgskriterium | Woran erkenne ich, dass es wirkt? | Nachbereitung unter 15 Minuten, Team-Feedback positiv |
| Unterstützung | Wen oder was brauche ich dafür? | Freigabe der Vorlage, Rückfrage an Multiplikator |
| Check-in | Wer fragt wann nach? | Multiplikatorin im Teammeeting in zwei Wochen |
Abschluss-Gedanke der Wissensbasis: Der Roll-out endet nicht mit dem Zertifikat, sondern mit der Gewohnheit. Wenn nach drei Monaten niemand mehr über KI spricht, weil sie einfach benutzt wird, war der Transfer erfolgreich.
Wissensbasis · Volltexte
Jede Unterrichtseinheit als kompletter Lerntext aus der Wissensbasis, mit Übungen, Branchen-Anwendungen und Quellen. Frei zugänglich.
Selbsttest
Acht Aussagen, acht Mal Ja oder Nein. Am Ende sehen Sie Ihre Rollout-Reife. Ohne Anmeldung, die Auswertung passiert direkt in Ihrem Browser.
Beweise, Multiplikatoren und Transfer-Mechanik greifen ineinander. Jetzt zählt Rhythmus: Quartals-Reviews und frische Use Cases halten das System lebendig.
Einzelne Bausteine stehen, aber die Kette vom Piloten bis zum Alltagstransfer hat Lücken. Setzen Sie als Nächstes Transferpläne und ein echtes Multiplikatoren-Mandat auf.
KI lebt bei Ihnen vermutlich in einzelnen Köpfen. Beginnen Sie mit Phase eins des Modells: ein Pilot, ein Team, eine Kennzahl. Alles Weitere baut darauf auf.
FAQ
Aus den Rollout-Begleitungen zu Modul 10, kompakt beantwortet.
Als Faustwert: drei Monate für einen belastbaren Piloten, weitere sechs bis neun Monate für die Skalierung auf mehrere Bereiche inklusive Schulungen. Schneller geht es selten nachhaltig, langsamer meist nur, wenn Messung oder Sponsor fehlen. Das 12-Monats-Muster aus Modul 8 passt dazu.
An drei Mustern: Skalierung ohne Beweis (der Pilot wurde nie gemessen), Technik ohne Kompetenzaufbau (Tools da, niemand nutzt sie richtig) und Schulung ohne Transfer (nach vier Wochen ist alles verdunstet). Alle drei sind vermeidbar, genau dafür gibt es Phasenmodell, Schulungsplan und Transferplan.
Eine Person pro Team ist die robuste Grundregel, ab etwa acht Teammitgliedern gern eine zweite. Wichtiger als die Anzahl ist das Mandat: benannte Rolle, Zeitbudget, feste Formate. Ein Multiplikator ohne Zeit ist eine Wunschvorstellung im Organigramm.
Dreierlei: Es motiviert Teilnehmende spürbar (Abschluss statt Berieselung), es dokumentiert den Art.-4-Nachweis für Prüfungen und es macht Kompetenz im Haus sichtbar, etwa bei der Auswahl von Multiplikatoren. Die Wissensbasis ist deshalb bewusst als zertifikatsfähiges Programm mit Prüfung aufgebaut.
Mit Rhythmus statt Kampagne: Quartals-Review der Kennzahlen, frische Use Cases aus dem Sammelposten, KI-Minuten in den Teammeetings und jährliche Auffrischungsschulungen (die ohnehin zur Art.-4-Angemessenheit gehören). Der Rückkanal der Multiplikatoren liefert dafür laufend Material.
Weiterlernen
Diese Seite ist Teil der KI-Akademie. So geht es weiter:
Nächster Schritt
Wir begleiten Ihre Skalierung von der Messung über die Multiplikatoren-Ausbildung bis zum Transferplan, mit dem Programm der 120-UE-Wissensbasis als Rückgrat.
Die Plattform
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