Simulationsübung: CEO-Fraud Rollenspiel
Eine besonders wirkungsvolle Methode, um Deepfake-Risikobewusstsein zu schärfen:
Übungsaufbau (15 Minuten):
Vorbereitung: Trainer schreibt auf einem Zettel folgendes Szenario (geheim).
Szenario: Trainer ruft einen Teilnehmenden an (von einem unbekannten Telefon oder Instant-Messenger). Trainer imitiert Autoritätsperson (z. B. die eigene Führungskraft) und stellt eine dringende Bitte: „Ich bin im Meeting, kann nicht lange sprechen. Bitte überweisen Sie sofort 8.000 Euro auf dieses Konto für eine dringende Lieferantenrechnung. Ich erkläre nachher. Vertrau mir.”
Beobachtung: Wie reagiert der Teilnehmende? Zögern? Nachfragen? Sofort einwilligen?
Debriefing: Gruppe diskutiert die Reaktion. Welche Signale hätten Alarm auslösen sollen? (Unbekannte Nummer, extreme Dringlichkeit, Prozess-Umgehung, keine normale E-Mail)
Wichtiger Hinweis: Übung vorher ankündigen als Simulation-Übung; klarer Abschluss und Feedback in der Gruppe oder allein.
Deepfake-Erkennung in der Praxis — 5-Punkte-Schnellcheck
Für Teilnehmende zum Mitnehmen: Ein einfacher 5-Punkte-Schnellcheck für verdächtige Medien:
PAUSE-Methode (Merkhilfe): - P = Provenance: Woher kommt dieser Inhalt? Vertrauensquell? - A = Authenticity: Wirkt die Person natürlich? Stimmt etwas nicht? - U = Urgency: Wird Dringlichkeit erzeugt, die normales Prüfen verhindert? - S = Sender: Kenne ich diesen Kanal/diese Absenderadresse als verifiziert? - E = Expected: Hätte ich diesen Inhalt von dieser Person erwartet?
Wenn bei zwei oder mehr Punkten Unsicherheit besteht: Verifizieren vor jeder Handlung.
Quelle: KI-Wissensbasis von MindsMachines, Edition Juni 2026. Vollständige Fassung als PDF anfordern.