Visualisierung: Roll-out-Phasenmodell: (1) Pilotprojekt definieren → (2) Kompetenzaufbau planen → (3) Prozess integrieren → (4) Ergebnisse messen → (5) Skalieren und stabilisieren. Mit Zeitachse und typischen Meilensteinen.

Modul-Lernziele
Sie entwickeln eine strukturierte KI-Roadmap für eine konkrete Organisationseinheit oder einen definierten Geschäftsprozess.
Sie planen die Einführung eines KI-Systems in einen bestehenden Prozess anhand eines strukturierten Roll-out-Modells.
Sie identifizieren Stakeholder-Gruppen und deren Informations- und Schulungsbedarf für eine KI-Einführung.
Sie beschreiben Erfolgskriterien und geeignete Metriken zur Messung der Wirkung von KI-Einführungen.
Sie reflektieren den eigenen Lernprozess dieses Curriculums und benennen konkrete nächste Schritte für den Transfer in ihre Praxis.
Sie leiten aus den Inhalten des gesamten Curriculums ein persönliches Kompetenzprofil und einen individuellen Weiterentwicklungsplan ab.
Modul-Übersicht
| UE | Titel |
| UE 109 | Transfer: Vom Kurs in die Praxis — wie Wissen wirksam wird |
| UE 110 | KI-Roadmap: Methodik und Struktur |
| UE 111 | Pilotprojekte definieren: Auswahlkriterien und Risikoabwägung |
| UE 112 | Kompetenzaufbau planen: Wer braucht was? |
| UE 113 | Stakeholder-Kommunikation bei KI-Einführungen |
| UE 114 | Prozessintegration: KI in bestehende Workflows einbetten |
| UE 115 | Erfolgsmessung: Metriken und KPIs für KI-Projekte |
| UE 116 | Skalierung und Stabilisierung: Vom Pilot zum Standard |
| UE 117 | Compliance im Roll-out: Rechtliche Pflichten bei der KI-Einführung |
| UE 118 | Reflexion: Eigenes Kompetenzprofil und Weiterentwicklungsplan |
| UE 119 | Abschluss-Fallstudie: Eine vollständige KI-Einführung planen |
| UE 120 | Modul 10 — Abschluss des Curriculums, Rückblick und Ausblick |
Didaktische Verortung
Modul 10 schließt das Curriculum ab und hat eine doppelte Funktion: Transfer und Synthese. Transfer bedeutet: Wie kommen die gelernten Inhalte tatsächlich in die Praxis? Synthese bedeutet: Wie hängen die zehn Module zusammen, und was ist das Gesamtbild, das entsteht?
Die zentrale Methode dieses Moduls ist die Abschluss-Fallstudie in UE 119: Teilnehmende planen eine vollständige KI-Einführung — von der Pilotprojektdefinition über den Kompetenzaufbau bis zur Erfolgsmessung — und wenden dabei Konzepte aus allen vorangehenden Modulen an. Diese integrative Aufgabe macht das Curriculum abschlussfähig und zeigt, ob die Lerninhalte tatsächlich zu anwendbarer Kompetenz geworden sind.
UE 118 (Reflexion und Weiterentwicklungsplan) ist bewusst als individuell-reflexive Einheit gestaltet: Lernende führen eine Selbsteinschätzung ihrer KI-Kompetenz durch, identifizieren Stärken und Lücken und entwickeln einen konkreten Plan für weitere Lernschritte. Diese Einheit eignet sich auch als Grundlage für individuelle Abschluss-Coachings.
Verzahnung mit anderen Modulen
Modul 10 setzt alle vorangehenden Module voraus und integriert sie. Die direkte inhaltliche Verbindung besteht zu Modul 8 (KI-Roadmap als Methode, UE 94), Modul 9 (Compliance im Roll-out, UE 117 baut auf Modul 9 auf) und Modul 2 (rechtliche Pflichten bei der KI-Einführung). Die Abschluss-Fallstudie (UE 119) ist so gestaltet, dass sie idealerweise alle zehn Module als Referenzpunkte nutzt.
Kompetenzziel auf der AI-Act-Kompetenz-Skala: Anwendungskompetenz (Stufe 3) mit integrativem Charakter über alle drei Stufen.
Empfohlene Reihenfolge: Modul 10 ist immer das letzte Modul. Es gibt keine sinnvolle Umstellung der Reihenfolge, weil dieses Modul den Transfer-Rahmen für das gesamte Curriculum bildet und ohne die vorangehenden Inhalte nicht sinnvoll bearbeitet werden kann.
Quelle: KI-Wissensbasis von MindsMachines, Edition Juni 2026. Vollständige Fassung als PDF anfordern.