KI-AkademieWissensbasis

Aus Modul 4 · ca. 2 Min.

Anhang G: Differenzierung und Inklusion im KI-Training

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Warum Differenzierung im KI-Training besonders relevant ist

KI-Kompetenzen sind heute ungleich verteilt — nach Alter, Ausbildungsweg, Berufsfeld und Vorerfahrung. Eine Trainingsgruppe, die für dieses Modul eingeschrieben ist, kann gleichzeitig KI-Enthusiasten, die täglich mit KI-Tools arbeiten, und Menschen enthalten, die noch nie einen Prompt formuliert haben. Gute Differenzierung macht beide Gruppen erfolgreich: Die Fortgeschrittenen werden nicht unterfordert, die Anfängerinnen und Anfänger nicht überfordert.

Das dreistufige Differenzierungsmodell

Stufe 1: Grundkompetenzniveau

Zielgruppe: Personen ohne oder mit sehr geringer KI-Vorerfahrung. Prioritäten: Angstabbau und erste positive Erfolgserlebnisse. Erste eigene Prompts in einem unterstützenden Umfeld. Grundverständnis von Möglichkeiten und Grenzen. Empfehlenswerte Methoden: Guided Practice mit vollständigem Prompt-Template zum Ausfüllen. Kleingruppenarbeit mit KI-erfahrenen Peers. Sehr kurze Übungszyklen mit unmittelbarem Erfolgserlebnis.

Stufe 2: Anwendungskompetenzniveau

Zielgruppe: Personen mit gelegentlicher KI-Nutzung und Grundverständnis. Prioritäten: Systematisierung bestehender Erfahrungen. Übertrag auf neue Anwendungsfälle. Qualitätssicherungs-Routinen entwickeln. Empfehlenswerte Methoden: Die 6-teilige Prompt-Struktur als expliziter Rahmen. Branchen-Vignetten als Ausgangspunkt für eigene Variationen. Peer-Feedback zu erstellten Prompts.

Stufe 3: Expertenkompetenzniveau

Zielgruppe: Regelmäßige KI-Nutzerinnen und -Nutzer mit guten Grundkenntnissen. Prioritäten: Fortgeschrittene Prompt-Techniken (Chain-of-Thought, Few-Shot, Meta-Prompts). Governance- und Qualitätssicherungs-Frameworks entwickeln. Multiplikator-Rolle im eigenen Team vorbereiten. Empfehlenswerte Methoden: Eigenständige Anwendungsfälle entwickeln und der Gruppe präsentieren. Kritische Evaluation von KI-Outputs mit detaillierten Kriterien. Lehrende Rolle: Anderen Teilnehmenden etwas erklären.

Barrierefreiheit und Inklusion

KI-Training muss barrierefrei gestaltet sein. Wichtige Prinzipien: Verständliche Sprache ohne Fachjargon (oder Fachjargon immer erklärt). Ausreichend Zeit für Übungen — nicht alle Menschen brauchen dieselbe Zeit zum Verarbeiten. Verschiedene Lernkanäle nutzen: lesen, hören, selbst ausprobieren, mit anderen diskutieren. Digitale Materialien in zugänglichen Formaten bereitstellen (Schriftgröße, Kontrast, Alternativtext für Grafiken). Sensibilität für unterschiedliche technische Ausstattung der Teilnehmenden — nicht alle haben dasselbe Gerät oder dieselbe Internetverbindung.

Quelle: KI-Wissensbasis von MindsMachines, Edition Juni 2026. Vollständige Fassung als PDF anfordern.

Nächster Schritt

Vom Selbststudium zur Schulung im Team.

Diese Einheit stammt aus unserer Wissensbasis mit 120 Unterrichtseinheiten. Als KI-Schulung vermitteln wir die Inhalte praxisnah an Ihren eigenen Use Cases, EU-AI-Act-konform dokumentiert.

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